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5. Zusammenfassung

Mariaschein ist ein nicht nur kirchen- und kunstgeschichtlich interessanter Wallfahrtsort in Böhmen, dessen größte Blüte im 18. Jahrhundert lag und der seitdem durch politische Umstände bedingt eine Reihe von Schlägen verkraften mußte. Daß diese Ereignisse, wie die Vertreibung nahezu des gesamten deutschsprachigen Traditionskreises nach 1945, nicht zu einem gänzlichen Abriß der seit dem 15. Jahrhundert bestehenden Wallfahrtstradition führte und beispielsweise die Lausitz Mariaschein immer die Treue gehalten hat, ist vielleicht das größte Wunder dieses Wallfahrtsortes. Er führt heute zu Unrecht das Daseins einer fast vergessenen Wallfahrtstätte in einem Dornröschenschlaf, doch es bleibt zu hoffen, daß sich die Anzeichen eines langsamen Erwachens nach 1989 weiter verstärken und nicht das Aussterben der Vertriebenen neue Einbrüche bringt.

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