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2.2. Besucherinformationen

2.2.1. Wallfahrtsbüchlein

Wallfahrtsbücher stellen die älteste Form des Berichtens über Mariaschein dar. Sie beginnen mit „Maria Mater dolorum“ von 1646 und „Jesu und Mariae Gnadenbüchlein“ von 1678[11] mit zwei mir nicht zugänglichen und möglicherweise verloren gegangenen Werken. Ihnen folgten weitere, über die auch Kröss keine näheren Angaben macht, bis im wohl im 18. Jahrhundert die Tradition abriß. Erst der Lehrer Josef Manzer[12] nahm mit seinem mir ebenfalls nicht zugänglichen Büchlein „Der Wallfahrtsort Mariaschein in Teplitz bei Böhmen“ 1836 die Tradition wieder auf.

Das älteste mir zugängliche Wallfahrtsbüchlein ist die „Kurze Geschichte und Beschreibung des Wallfahrtsortes Mariaschein bei Teplitz in Böhmen“ Andreas Prinz‘, das  1855 in Leipzig verlegt wurde. Über sein Werk urteilt Kröss ziemlich zutreffend: „Prinz... berücksichtigt sorgfältiger die Forschungen Millers, geht aber über die letzteren nicht hinaus“[13]. Dies ist besonders zeitlich zu verstehen, da Prinz‘ geschichtliche Darstellung 1707 endet. Das Werk hat jedoch einen gewissen Hang zu Legenden. So werden beispielsweise in der sonst sehr schönen und ausführlichen Beschreibung des Kreuzganges aus dem von 23 Kardinälen gewährten Ablaß von 100 Tagen je hundert also 2300[14]. Ich werde aber, da er trotzdem die ausführlichste und sorgfältigste Beschreibung der Wallfahrtsanlage liefert, mich im diese beschreibenden Teil hauptsächlich auf ihn beziehen. Prinz’ Wallfahrtsbüchlein beinhaltet sowohl einen historischen Abriß als auch eine Beschreibung der Anlage.

Von einer erneuten Blüte des Wallfahrtsortes Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zeugt die 1925 wohl auch im Zusammenhang mit dem Internationalen Marianischen Kongreß herausgegebene Jubiläumschrift Joseph Knells „500 Jahre Mariaschein“, die vor allem einen Abriß der Geschichte bietet.

Das letzte, mit 37 Seiten sehr schmale Wallfahrtsbüchlein stammt aus dem Jahre 1933: „Das Heiligtum der Schmerzhaften Mutter in Mariaschein dem deutschböhmischen Lourdes des 17. und 18. Jh.“. Der Autor des nach meinen Recherchen letzten  Büchleins zeigt schon allein welche Bedeutung Mariaschein bis in diese Zeit beigemessen wurde. Er begnügt sich primär mit einer Beschreibung der Wallfahrtskirche und der Kapellen des Kreuzganges.

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